Räume, die sich richtig anfühlen.
Projekt | Einfamilienhaus Kompletteinrichtung | Baden bei Wien
Projektleitung: Celine Krátký-Vaverka, BA
Für uns beginnt jedes Projekt mit der Frage, wie sich ein Raum anfühlen soll – nicht, wie er aussehen muss. Dieses Einfamilienhaus mit 3 Etagen in Baden wurde von uns nicht über einen einheitlichen Stil gestaltet, sondern über Atmosphäre, Nutzung und emotionale Wirkung. In diesem Projekt wurde jedem Raum bewusst seine eigene Identität verliehen. Farbe und Material wurden nicht als Dekoration eingesetzt, sondern als Mittel zur Raumführung. Wandfarben und Metallelemente verbinden die unterschiedlichen Bereiche miteinander und schaffen Übergänge, die ruhig und selbstverständlich wirken.
"Ein Raum ist dann gelungen, wenn man nichts erklären muss – sondern etwas spürt."
Esszimmer
Das Esszimmer bildet einen bewussten Gegenpol. Während andere Bereiche zurückhaltender gestaltet sind, durfte hier mehr Präsenz entstehen – durch eine ausdrucksstarke Farbwahl, spürbare Materialität und klare, architektonische Linien. So entsteht ein Raum, der nicht nur funktional ist, sondern bewusst Akzente setzt: ein Ort des Zusammenkommens, der Wärme, Charakter und gestalterische Klarheit miteinander verbindet.
Visualisierung Wohnbereich Essbereich Garderobe
Garderobe
Der Eingangsbereich schafft bereits beim Ankommen ein Gefühl von Ruhe und Ordnung. Versteckter Stauraum nimmt Alltägliches zurück und sorgt dafür, dass der Raum klar und aufgeräumt wirkt. So bleibt der Blick frei für das, was wirklich wahrgenommen werden soll: die Atmosphäre, die Materialien und das harmonische Zusammenspiel der Gestaltung.
Schlafzimmer
Die zweite Etage ist dem privaten Rückzug gewidmet und umfasst das Hauptschlafzimmer sowie das Gästezimmer. Das Hauptschlafzimmer wurde als bewusst ruhiger Ort der Erholung gestaltet: Gedämpfte Farbtöne, weiche Materialien und ein fein abgestimmtes Lichtkonzept schaffen eine Atmosphäre von Entspannung und Geborgenheit. Auch der großzügige begehbare Kleiderschrank ist selbstverständlich in das Raumkonzept eingebunden – funktional durchdacht, klar strukturiert und harmonisch integriert.
Gästezimmer
Das Gästezimmer erhält durch die Wandtapete einen individuellen Akzent und damit eine ganz eigene Identität. Auch kleinere Räume verdienen eine klare Aufgabe: Durch den integrierten Stauraum bleibt der Raum flexibel nutzbar und wirkt trotz seiner kompakten Größe großzügig, ruhig und aufgeräumt.
Visualisierung zweite Etage
Flur und Treppenaufgang
Nicht jeder Raum braucht seine eigene Bühne. Besonderes Augenmerk lag daher auf den Übergängen zwischen den Bereichen: Farb- und Materialwechsel in Flur und Treppenaufgang wurden so gestaltet, dass unterschiedliche Atmosphären fließend ineinander übergehen.
Badezimmer
Arbeitszimmer und privates Wohnzimmer
Die dritte Etage ist den ruhigen Momenten des Alltags gewidmet – etwa der Bibliothek und dem Arbeitsplatz. Dieser Bereich versteht sich nicht nur als klassischer Arbeitsraum, sondern als Rückzugsort, an dem Bibliothek, Licht und Raumstruktur Konzentration und Entspannung miteinander verbinden.
Die Bibliothek wurde maßgefertigt und passgenau in die Dachschräge integriert. So nutzt sie den vorhandenen Raum optimal aus und fügt sich zugleich harmonisch in die Architektur ein.
Nicht jeder Wohnraum muss auf Kommunikation ausgerichtet sein. Dieser Raum wurde bewusst als Ort der Ruhe gestaltet – für Momente des Rückzugs und des Abschaltens.
"Wenn Räume sich richtig anfühlen, entsteht ein Zuhause."
In diesem Einfamilienhaus in Baden über drei Etagen erhielt jeder Raum seine eigene Identität – verbunden durch Wandfarben, Tapeten und Metallelemente, die sich als roter Faden durch das gesamte Haus ziehen.